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Nachdem 2018 der Hitzerekord von 35,5°C aufgestellt wurde, hat die Wetterstation am 25.07.2019 einen neuen Hitze-Höchstwert von 36,1°C erfasst. Solche Werte wurden in der Region seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Zweiten Weltkrieg nicht gemessen. Immer wieder auftretende Omega Wetterlagen, bei denen die Höhenströmung von West nach Ost zum Erliegen kommt, sind die Ursache.

Des Weiteren ist es aufgrund ausbleibender Niederschläge und der Dürreperiode im vergangenen Jahr extrem trocken.

Das Jahr 2018 war kein gewöhnliches Jahr für die Region Ostfriesland. Besonders die Landwirte haben unter der andauernden Hitze und Trockenheit gelitten. Auf der anderen Seite konnten Einwohner und Urlauber viel Zeit draußen verbringen und z.B. über viele Tage hinweg baden gehen. Doch war es aus meteorologischer Sicht wirklich ein außergewöhnliches Jahr in Ostfriesland? Diese Frage kann schon mal vorweg mit einem klaren Ja beantwortet werden.

Zunächst begann 2018 nass und mit viel Niederschlägen, die teils auch schon 2017 gefallen sind. Dazu hat sich der Winter, aufgrund nordöstlicher Strömungen, bis Mitte März hartnäckig gehalten. Doch ab April wendete sich das Blatt: Plötzlich kam es zu sehr warmen Temperaturen und auch der Regen lies nach. Diese Lage hielt bis in den Spätsommer fast ohne Unterbrechungen konstant durch. Ursache hierfür war ein sehr schwacher Jetstream (westliche Höhenströmung). Führende Klimaforscher sind der Meinung, dass ein abschwächender Jetstream mit den abnehmenden Temperaturunterschied zwischen Arktis und tropischen Breiten zurückzuführen ist. Dafür wird der Klimawandel, der durch Treibhausgase hervorgerufen wird, verantwortlich gemacht.

Der ausbleibende Niederschlag und die Hitze nahmen über den Jahresverlauf immer extremere Ausmaße an und so wurde am 07.08.2018 ein neuer Temperaturrekord von 35,6°C erreicht. Solche Werte wurden selbst an der Wetterstation in Emden seit 1947(!) nicht erfasst. Insgesamt liegt die Durchschnittstemperatur in 2018 bei 10,5°C und damit +1,1°C über dem langjährigen Mittel. Erst im Dezember kam es wieder zu nennenswerten Niederschlägen, doch es reichte nur für 614mm. Normal wären 823mm, womit ein Defizit von über 200mm besteht. Seit mindestens 1997 war es nicht mehr so trocken.

 

Bitte auf die nachfolgenden Diagramme klicken, um sie zu vergrößern.

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Der Allzeitrekord der Wetterstation Großes Meer wurde heute um 2,0 °C überschritten. Der Höchstwert lag bei unglaublichen 34,8 °C (sehr ungewöhnlich in Ostfriesland). Der Allzeitrekord in Emden, wo seit 1947 täglich gemessen wird, liegt lediglich bei einer Temperatur von 34,4 °C. Ein klares Zeichen dafür, dass der Klimawandel auch in Ostfriesland an Fahrt aufnimmt.

+++Update: Am 07.08. wurde der Rekord mit 35,5 °C erneut gebrochen!+++

Seit dem Frühjahr ist es in fast ganz Norddeutschland zu trocken und zu warm. Laut langjährigem Mittel fallen in der Periode von April bis Juli gewöhnlich 290 mm. Dieses Jahr sind jedoch nur 180 mm gefallen. Besonders der Juni und der Juli waren viel zu trocken. Auch die Temperaturen sind sehr konstant und schwanken kaum. In den nächsten Tagen ist zudem eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 34 °C in Ostfriesland zu erwarten. Diese Hitze wäre die größte innerhalb der letzten fünf Jahre (seit Beginn der Messungen der Wetterstation Großes Meer). Ursache für diese sogenannten "Blockung-Lagen" bzw "Omega-Lagen" ist eine ausgeprägte Hochdruckzone über Europa. Des Weiteren ist der Jetstream (Höhenwind-Band) in der vergangenen Zeit immer schwächer geworden. Normalerweise weht er mit Geschwindigkeiten von 250 km/h von West nach Ost und sorgt dafür, dass auch Tiefdruckdruckgebiete vom Atlantik nach Europa gelangen. Derzeit ist der Jetstream jedoch fast komplett zum Erliegen gekommen und weht ungeordnet und schwach. Der Grund hierfür könnte in dem abnehmenden Temperaturgefälle zwischen Arktis und Tropen liegen (Klimawandel).

 

Am 09.09. kam es nachmittags zu stärkeren Schauern, die sich aufgrund einer Windscherung (Wind aus NW traf über Emden- Ost auf Wind aus S) ausbilden konnten. Dabei konnte ich beobachten, dass sich die Wolken bereits markant ausgebildet haben und bereits ein kleiner Wolkenfortsatz Richtung Boden entstand. Die am Boden befindlichen Windkraftanlagen waren sehr unterschiedlich dem Wind ausgerichtet, wodurch klar war, dass es in diesem Bereich massive Verwirbelungen geben musste. Gegen 18:40 Uhr konnte man die beginnende Rotation erkennen, womit es sich um eine Trichterwolke handeln musste. Fortan nahm die Länge der Trichterwolke in einem atemberaubenden Tempo zu. Nur ca 2-3 min später hatte sie mindestens 3/4 der Länge zum Boden erreicht. Bodenkontakt gilt als plausibel, konnte ich bei einer ersten Suche im Bereich nördlich von Oldersum / Grovehörn nicht feststellen, da hier fast ausschließlich Grasweide vorherrscht und wenig Bäume/ Büsche vorhanden sind. Der Wirbel löste sich innerhalb von ein paar Minuten wieder auf, wodurch er ca 6-8 min bestand. Die ON hat am 11.09. davon auf der Titelseite berichtet.

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