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Der Allzeitrekord der Wetterstation Großes Meer wurde heute um 2,0 °C überschritten. Der Höchstwert lag bei unglaublichen 34,8 °C (sehr ungewöhnlich in Ostfriesland). Der Allzeitrekord in Emden, wo seit 1947 täglich gemessen wird, liegt lediglich bei einer Temperatur von 34,4 °C. Ein klares Zeichen dafür, dass der Klimawandel auch in Ostfriesland an Fahrt aufnimmt.

+++Update: Am 07.08. wurde der Rekord mit 35,5 °C erneut gebrochen!+++

Seit dem Frühjahr ist es in fast ganz Norddeutschland zu trocken und zu warm. Laut langjährigem Mittel fallen in der Periode von April bis Juli gewöhnlich 290 mm. Dieses Jahr sind jedoch nur 180 mm gefallen. Besonders der Juni und der Juli waren viel zu trocken. Auch die Temperaturen sind sehr konstant und schwanken kaum. In den nächsten Tagen ist zudem eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 34 °C in Ostfriesland zu erwarten. Diese Hitze wäre die größte innerhalb der letzten fünf Jahre (seit Beginn der Messungen der Wetterstation Großes Meer). Ursache für diese sogenannten "Blockung-Lagen" bzw "Omega-Lagen" ist eine ausgeprägte Hochdruckzone über Europa. Des Weiteren ist der Jetstream (Höhenwind-Band) in der vergangenen Zeit immer schwächer geworden. Normalerweise weht er mit Geschwindigkeiten von 250 km/h von West nach Ost und sorgt dafür, dass auch Tiefdruckdruckgebiete vom Atlantik nach Europa gelangen. Derzeit ist der Jetstream jedoch fast komplett zum Erliegen gekommen und weht ungeordnet und schwach. Der Grund hierfür könnte in dem abnehmenden Temperaturgefälle zwischen Arktis und Tropen liegen (Klimawandel).

 

Am 09.09. kam es nachmittags zu stärkeren Schauern, die sich aufgrund einer Windscherung (Wind aus NW traf über Emden- Ost auf Wind aus S) ausbilden konnten. Dabei konnte ich beobachten, dass sich die Wolken bereits markant ausgebildet haben und bereits ein kleiner Wolkenfortsatz Richtung Boden entstand. Die am Boden befindlichen Windkraftanlagen waren sehr unterschiedlich dem Wind ausgerichtet, wodurch klar war, dass es in diesem Bereich massive Verwirbelungen geben musste. Gegen 18:40 Uhr konnte man die beginnende Rotation erkennen, womit es sich um eine Trichterwolke handeln musste. Fortan nahm die Länge der Trichterwolke in einem atemberaubenden Tempo zu. Nur ca 2-3 min später hatte sie mindestens 3/4 der Länge zum Boden erreicht. Bodenkontakt gilt als plausibel, konnte ich bei einer ersten Suche im Bereich nördlich von Oldersum / Grovehörn nicht feststellen, da hier fast ausschließlich Grasweide vorherrscht und wenig Bäume/ Büsche vorhanden sind. Der Wirbel löste sich innerhalb von ein paar Minuten wieder auf, wodurch er ca 6-8 min bestand. Die ON hat am 11.09. davon auf der Titelseite berichtet.

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Eigentlich war der Tag bis zum Abend mit viel Sonne und kaum Gewittervorboten verlaufen. Nur Richtung Westen konnte man einige Gewitterwolken beobachten, die über Holland an Ostfriesland vorbeizogen. Doch gegen 20:30 Uhr entstanden zwei neue Zellen, eine bei Rysum, die andere nördlich von Leer. Diese verstärkten sich aufgrund von Windscherungen (auflandiger Wind traf auf ablandigen Wind) schnell und zogen dabei nach Norden über Zentralostfriesland hinweg. Im Emsland hatte sich währenddessen eine Gewitterlinie gebildet, die sich Stück für Stück mit den Gewittern in Ostfriesland zusammenschloss. Um 22 Uhr waren die Gewitter auf einer Linie von Esens bis nach Papenburg aufgereiht und zogen genau nach Norden. Dies und die langsame Zuggeschwindigkeit hat dazu geführt, dass die Gewitter lange Zeit über diesen Orten waren, wodurch es zu großen Regenmengen kam. Auch in Richtung Wangerland haben die Gewitter große Regenmengen (stellenweise bis zu 90mm!) gebracht. Auch auf einer Linie von Moordorf bis nach Dornum gab es verbreitet mind. 50mm. Die Blitzaktivität war mit teilweise über 2 Blitzen pro Sekunde sowie mehr als 20000 Blitzen extrem hoch. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung herausgegeben und die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Nach vorläufigen Berichten der ON soll es sogar einen Toten gegeben haben. In der Nacht folgten einige weitere Gewitter, die aber nicht ganz so kräftig ausfielen.

Niederschlagssummenkarte:

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Hier einige Bilder:

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Am 19.07. kam es ab dem Nachmittag zu kräftigen Gewittern. Besonders im östlichen, teilweise aber auch im südlichen Ostfriesland kam es zu größeren Regenmengen. So fielen Richtung nördliches Friesland stellenweise bis zu 50mm. Auch in den letzten Wochen hatte es hier schon viel geregnet. Die westlichen Teile von Ostfriesland blieben dagegen weitestgehend verschont, wobei es meist unter 10mm blieben. Meine Station hat lediglich 2,6mm erfasst und auch in Emden blieb es annährend trocken.

   

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