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Eigentlich war der Tag bis zum Abend mit viel Sonne und kaum Gewittervorboten verlaufen. Nur Richtung Westen konnte man einige Gewitterwolken beobachten, die über Holland an Ostfriesland vorbeizogen. Doch gegen 20:30 Uhr entstanden zwei neue Zellen, eine bei Rysum, die andere nördlich von Leer. Diese verstärkten sich aufgrund von Windscherungen (auflandiger Wind traf auf ablandigen Wind) schnell und zogen dabei nach Norden über Zentralostfriesland hinweg. Im Emsland hatte sich währenddessen eine Gewitterlinie gebildet, die sich Stück für Stück mit den Gewittern in Ostfriesland zusammenschloss. Um 22 Uhr waren die Gewitter auf einer Linie von Esens bis nach Papenburg aufgereiht und zogen genau nach Norden. Dies und die langsame Zuggeschwindigkeit hat dazu geführt, dass die Gewitter lange Zeit über diesen Orten waren, wodurch es zu großen Regenmengen kam. Auch in Richtung Wangerland haben die Gewitter große Regenmengen (stellenweise bis zu 90mm!) gebracht. Auch auf einer Linie von Moordorf bis nach Dornum gab es verbreitet mind. 50mm. Die Blitzaktivität war mit teilweise über 2 Blitzen pro Sekunde sowie mehr als 20000 Blitzen extrem hoch. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung herausgegeben und die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Nach vorläufigen Berichten der ON soll es sogar einen Toten gegeben haben. In der Nacht folgten einige weitere Gewitter, die aber nicht ganz so kräftig ausfielen.

Niederschlagssummenkarte:

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Hier einige Bilder:

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Am 19.07. kam es ab dem Nachmittag zu kräftigen Gewittern. Besonders im östlichen, teilweise aber auch im südlichen Ostfriesland kam es zu größeren Regenmengen. So fielen Richtung nördliches Friesland stellenweise bis zu 50mm. Auch in den letzten Wochen hatte es hier schon viel geregnet. Die westlichen Teile von Ostfriesland blieben dagegen weitestgehend verschont, wobei es meist unter 10mm blieben. Meine Station hat lediglich 2,6mm erfasst und auch in Emden blieb es annährend trocken.

Am 14.06.2016 um 15.50 Uhr konnte ich eine Trichterwolke in Richtung Wirdum beobachten. Diese hielt sich für ca 2min. Auffällig war eine starke Rotation in den Wolken. Bodenkontakt halte ich für unwahrscheinlich.

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Am Abend des 20.05.2014 zogen einige vereinzelte Gewitter über Ostfriesland hinweg, sodass es vielerorts überhaupt nicht regnete. Bedekaspel jedoch wurde von einem dieser Gewitter voll getroffen (siehe Radarbild). Es zog mit mäßiger Geschwindigkeit aus Richtung Süden. Schon früh lies sich eine ausgedehnte Shelfcloud (= Böenfront) erkennen. Kurz vor dem Beginn des Regens konnte man beeindruckende Bilder miterleben: Durch die viele Energie, die in der Atmosphäre und am Boden in Form von Wärme ausreichend zur Verfügung stand, sah man, wie diese in die Wolken einströmte. Es waren starke Turbulenzen und Verwirbelungen in den Wolken auszumachen. Zudem war für kurze Zeit möglich, einen Funnel (= Trichterwolke) zu sichten. Nachdem die Niederschläge einsetzten, kam es zu schweren Sturmböen, die von der Wetterstation am Großen Meer mit max. 85km/h erfasst worden sind. Dies entspricht der Windstärke 9 und ist damit nicht mehr weit von der Stärke des Orkan Xavers entfernt. Die Blitzaktivität war mäßig und es kamen insgesamt 3 l/m² zusammen.

Glücklicherweise gaben nur wenige Bäume den Belastungen der starken Winde nach.

Radarbild

screenshot wetteronline

 funnel  shelfcloud  wirbel
 turbulenzen  turbulenzen 2  wettergrafik

Schon wieder fegte ein Orkan über Ostfriesland: Xaver bildete sich innerhalb von wenigen Tagen von einem kleinen Tief zu einem riesigen Tiefdrucksystem aus. Grund hierfür waren große Temperaturgegensätze zwischen Grönland und dem Atlantik. Die Kaltfront und damit auch das Sturmfeld erreichten Ostfriesland gegen Mittag. Mit Spitzenböen von bis zu 130km/h auf den Inseln und 110km/h auf dem Festland, war dieser Sturm nicht ganz so stark wie Orkan Christian. Auch gab es viel weniger Schäden, da in den Medien umfangreich vorgewarnt wurde. Des Weiteren viel am 5.12. und 6.12. der Schulunterricht an allen allgemein-und berufsbildenden Schulen in Ostfriesland aus. Der starke Nord-West Wind hat außerdem für eine starke Sturmflut an den ostfriesischen Küsten gesorgt. Mit bis zu 3,5 Metern über Normal, war der Wasserstand so hoch, dass der Emder Hafen überflutet wurde. Der Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln musste stillgelegt werden. Es gab zwar kleinere Schäden, jedoch hat Ostfriesland den Sturm und  die Sturmflut gut überstanden. Xaver sorgte des weiteren auch für einen Kälteeinbruch, der uns am Abend Schnee-und Graupelschauer bescherte. Der Sturm hielt noch bis zum Freitag an.

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